So könnte Schule immer sein Zeitungsbericht

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Südwestpresse "Die Neckarquelle", Ausgabe vom 19.06.2013

So könnte Schule immer sein: Ein lebendiges und schönes Miteinander von Rosen- und Solwegschülern, wie hier im Rahmen der Projektwoche mit dem Thema Saurier. 

Foto: Ingrid Kohler

„So könnte Schule immer sein"

Gemeinsames Projekt von Rosenschule und Solwegschule

Dass sich viel Positives bewirken lässt, wenn man einfach einmal über den Tellerrand hinausschaut und die Initiative für eine unbürokratische Kooperation ergreift, das beweist seit einiger Zeit die Rosen- und die Solwegschule.

Trossingen. Christoph Hiersig, Lehrer der Solwegschule, kommt im Rahmen der Inklusion regelmäßig in die Klasse 2b der Rosenschule. Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit Klassenlehrerin Christina Kern ist die Idee entstanden, mit allen Schülern „etwas Gemeinsames zu tun". Nachdem erste Versuche mit Osterbasteln und beim Handballaktionstag sich als wertvolle Bereicherung herauskristallisierten, haben 23 Rosenschüler der Klasse 2b ihre Projekttage gemeinsam mit zehn Grundstufenschülern der Solwegschule gestaltet.

„Die diesjährigen Projekttage der Rosenschule wurden jeweils klassenintern ohne einen großen gemeinsamen Abschluss und mit einem frei wählbaren Thema durchgeführt", erklärt Christina Kern. Mit dem Thema Trossingen und seine Saurier stieß sie und ihr Kollege Christoph Hiersig auf die volle Begeisterung bei den Schülern. Gearbeitet wurde immer in gemischten Gruppen. So wurden am ersten Tag Sauriersteckbriefe erstellt, anschließend weckte die

 

Saurierausstellung im Auberlehaus bei den Schülern die Lust auf mehr.

Mit dem im Auberlehaus gewonnenen Wissensschatz ging die Fahrt am zweiten Tag mit Bus und Bahn nach Dotternhausen ins Fossilienmuseum. Bereits die Fahrt machte Riesenspaß, denn Christina Kern musste feststellen: „Es gibt tatsächlich Schüler, die noch nie Bus oder Bahn gefahren sind." Höhepunkt war der „Klopfplatz", wo die Trossinger Schüler staunten, wie viele versteinerte Muscheln, Fische und Pflanzenteile sie fanden. Dementsprechend schwer waren auf der Heimfahrt ihre Rucksäcke und eine Schülerin meinte „So könnte Schule immer sein."

Am dritten Projekttag war der Treffpunkt wieder die Klasse 2b der Rosenschule. Es wurden Collagen und Saurier aus Pappmache gestaltet. Überraschenderweise war es im Klassenzimmer mit mehr als 30 Schülern fast mucksmäuschenstill. Die Schüler haben voller Eifer gearbeitet und sich gegenseitig unterstützt. Christina Kern und Christoph Hiersig zeigten sich begeistert, denn „es gibt keinerlei Ausgrenzungen zwischen den Schülern, alle arbeiten toll zusammen, das ist ein sehr positiver Effekt". Es sei eben ein richtig schönes Miteinander, das ganz toll funktioniere und in Zukunft weitere Früchte tragen soll. 

iko

 

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