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Alle drei Zeitungsartikel  Trossinger Zeitung, Ausgabe vom  31.08.2017

JUGEND - HANDWERK - ZEITUNG

Schülerinnen berichten über ihr Praktikum  

Die drei Mädchen der Solwegschule Trossingen haben 14 Tage lang im Gartenbaubetrieb Kapp mitgearbeitet

(pm) - Drei Mädchen der Solwegschule haben die Berufswelt in einem 14-tägigen Praktikum im Gartenbaubetrieb Kapp kennengelernt. Davon berichten sie.

„Am ersten Tag freuten wir uns auf das Praktikum und waren gespannt, was auf uns zukommen wird. Zuallererst sind wir nach Tuttlingen gefahren und haben der Stadtgärtnerei die Überwinterungspflanzen ausgeliefert. Das waren Palmen, Olivenbäume und Oleandersträucher. 

Wieder in der Gärtnerei zurück, haben wir Gemüse- und Balkonpflanzen gegossen. 

Danach wurden von uns viele Tomatenpflanzen angestabt. Aber wir hatten noch viele Arbeiten während des Praktikums zu tun: Pflanzenbeete vorbereitet, Saatkisten gerichtet, pikiert, umgetopft und ausgepflanzt. Auch als Landschaftsgärtner

waren wir im Einsatz, indem wir Vegetationsflächen vorbereitet und eingeebnet haben und dann darauf einen Rollrasen verlegten.

Wenn man als Gärtner arbeiten will, muss man gerne draußen sein auch bei schlechtem Wetter. Zudem muss man körperlich fit sein und Freude am Umgang mit Pflanzen haben. Auch ein freundliches Wesen sollte man für den möglichen Kundenkontakt mitbringen.

Tipps

Gärtnerei

Die Mädchen haben im Gartenbaubetrieb Kapp den Umgang mit Pflanzen gelernt

FOTO: MICHAEL POMMER

 

"Ich verrate keine Betriebsgeheimnisse!"
Solwegschüler machen Praktikum bei Bäckerei Link

TROSSINGEN - Schüler der Solwegschule haben bei der Bäckerei Link in den Bäcker-Beruf reingeschnuppert und ihren Mitschüler Fabian zu seinen dortigen Erfahrungen befragt: 

Fabian, möchtest du eine Ausbildung zum Bäcker machen? 

Fabian: Das weiß ich noch nicht richtig. Zunächst will ich den Beruf Metzger noch kennen lernen. 

Was durftest du in deinem Praktikum machen? 

Ich habe ganz verschiedene Arbeiten machen dürfen, zum Beispiel Brezeln und Hefezöpfe geformt, Teig gemacht, Nußzöpfe gefüllt und mehr. 

Was fiel dir schwer?

Es war schwer, den Vollkornteig mit den Händen zu mischen.

Was hat dir am Praktikum gefallen?

Die Atmosphäre im Betrieb war ganz toll. Das Praktikum hat mir super gefallen.

Hast du dir ein Rezept gemerkt? 

Ich verrate keine Betriebsgeheimnisse!

Welche Zutaten außer Mehl braucht eine Bäckerei? 

Sehr, sehr viele: Salz, Butter, Eier, Zitronen, Aromastoffe, Nüsse und mehr! 

Herr Link, waren Sie mit Fabians Arbeit zufrieden? 

Daniel Link: Fabian war ein toller Praktikant. Wenn wir nur immer solche Burschen bekämen. Er war wissbegierig, zupackend, fleißig, geschickt und zeigte immer großes Interesse. Vom Praktischen her wäre er für die Ausbildung bestens geeignet.


„Wir brauchen täglich eine halbe Tonne Mehl“
Bäckermeister Daniel Link im Gespräch mit Schülern
der Trossinger Solwegschule


TROSSINGEN - Die Solwegschule Trossingen beteiligt sich am Projekt „Jugend - Handwerk - Zeitung“, das von der Kreishandwerkerschaft Tuttlingen und der Trossinger Zeitung getragen wird. Nun haben die Schüler die Bäckerei Link besucht und sich mit Inhaber Daniel Link über den Beruf des Bäckers unterhalten.

Wie sind Ihre Arbeitszeiten als Bäcker?

Jeden Morgen um 1.30 Uhr kommt eine Bäckerin oder ein Bäcker in die Backstube und fängt mit der Teigherstellung an. Bis 5 Uhr kommen dann zeitversetzt die anderen Bäcker. Die Arbeitszeit beträgt zirka acht Stunden. Ich selbst fange um ungefähr 4.30 Uhr an und arbeite meist bis in den Abend. Neben der Arbeit in der Backstube, bin ich im Büro, überlege immer wieder neue Rezepte und bin mit dem ganzen Ablauf des Betriebs beschäftigt. Teilweise muss ich dann eben etappenweise schlafen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Bäcker?

Die Ausbildung zum Bäcker dauert drei Jahre. Um Meister zu werden muss man auf die Meisterschule gehen. Das dauert in Vollzeit fünf Monate und wenn man es in Teilzeit macht – also neben der Arbeit – ein Jahr.

Sind sie Meister?

Ja, ich habe im Jahr 2006 die Meister-
prüfung abgelegt. Meine Ausbildung habe ich im elterlichen Betrieb gemacht, habe mich aber auch in Backbetrieben in anderen Ländern wie zum Beispiel in der Schweiz umgeschaut. Nach meiner Lehre habe ich die Fachhochschulreife gemacht, dann den Meister. In Stuttgart habe ich Betriebswirtschaft Fachrichtung Handwerk studiert. 2009 war ich über ein halbes Jahr in Australien und habe dort in einer Bäckerei viel Neues gelernt. 2011 habe ich den Betrieb übernommen.

Wie viel Kilo Mehl verarbeiten sie denn täglich? Wie viel verschiedene Backwaren stellen sie damit her?

Wir brauchen täglich ungefähr eine halbe Tonne Mehl. Aber wie viele Backwaren wir damit backen? Ohje das habe ich noch nie genau gezählt. Aber es sind doch einige, ich schätze so 100 bis 120 verschiedene Artikel.

Beliefern sie auch Kunden?

Ja, wir beliefern verschiedene Firmen, Imbissstände, ein Krankenhaus und natürlich auch Schulen.

Sind Kuchen und Co. bei der Sommerhitze beliebt?

Bei der momentanen Hitze haben die Leute keinen großen Hunger auf Brot oder Gebäck. Daher geht da unser Umsatz merklich zurück.
Beim Bäckermeister Link

Die Solwegschüler befragten Bäckermeister Daniel Link

Foto: Schule

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